Musikalisches
Pforzheimer Zeitung Region | Veröffentlicht am 12.12.2023 | Andrea Schlegel
Facettenreiches weihnachtliches Potpourri
- Benefizkonzert sorgt für ausverkaufte evangelische Kirche in Birkenfeld.
- Ungerer Werkchor bewegt 500 Gäste mit seiner Darbietung.
Mit ausverkauftem Haus ist der Ungerer Werkchor am Sonntag weiterhin auf
Erfolgskurs. Mit einem facettenreichen Weihnachtskonzert präsentierte der
Klangkörper unter der Chorleitung von Bernhard Kleile ein Repertoire, das im
Kirchenraum eine hervorragende Akustik und ein begeistertes Publikum fand.
"O lasset uns anbeten den König", "Krippenlied", das alpenländisch vorgetragene
"Heidschi bumbeidschi", "Süßer die Glocken nie klingen", "Es ist ein Ros´
entsprunggen", "O du fröhliche" und "Stille Nacht, heilige Nacht" - es waren
die Klassiker der Weihnachtszeit, die das Publikum durch zwei Stunden
begleiteten. Ein "Schmankerl" der besonderen Art: das Kammerorchester
Camerata Pforzheim unter der Leitung von Konzertmeister Jerzy Andrzejewski; es
gab dem Konzert ein besonderes Flair.Gut abgestimmt
Ein Höhepunkt des musikalischen Potpourris war das "Trommellied" mit Martin
Wessinger am Keyboard, Heinz Weissflog an der Mundharmonika und Maxi Vögele an
der Trommel – kein typisches Weihnachtslied, deshalb unerwartet, aber klanglich
aufeinander abgestimmt - stimmungsvoll und heiter. In bekannter Qualität ließ
Tenor Jürgen Misztl die Arie Nessun Dorma aus der Oper Turandot von Giacomo
Puccini erklingen und erhellte damit auch den letzten Winkel des Gotteshauses.Stimmungsvoll
Mit dem Orgelsolo der Fantasie über "O du fröhliche" brachte Martin Wessinger
auf der großen Kirchenorgel von der Empore herab eine sakrale weihnachtliche
Stimmung in das Kirchenschiff. Das Instrument wurde im Jahr 1876 von der
Orgelbaufirma Walker in Ludwigsburg erbaut und im Jahr 1954 mit 22 Registern
ausgestattet.
Birkenfelds klassizistische Hallenkirche mit einem chorlosen Innenraum, einer dreiseitigen Emporenanlage und einer Kassettendecke lässt den Chorgesang, die Bässe und die Tenöre optimal zum gesanglichen Ohrenschmaus erklingen und beschenkt die Zuhörer mit einer hervorragenden Akustik.
Monika Kleile trug die Weihnachtsgeschichte über das Engelskind Anna vor: "Die Menschen brauchen diese Engel. Ohne sie wäre das Leben auf der Welt noch ein bisschen kälter, noch ein bisschen trauriger".
Bernhard Kleile leitet den Männerchor seit über 35 Jahren ehrenamtlich und hat hierfür die Landesverdienstnadel des Landes Baden-Württemberg erhalten.
Wichtige Sponsoren
Die Einnahmen aus diesem Konzert sowie die Spenden gehen zugunsten des Ferienwaldheim DiBo in Birkenfeld. DiBo steht für den Theologen Dietrich Bonhoeffer. Das Waldheim bietet alljährlich in den ersten beiden Wochen der Sommerferien ein Betreuungsangebot für Kinder von der ersten bis zur siebten Klasse an. Dabei werden Ausflüge, Bastelarbeiten, Geländespiele, Bibeltheater, Wasserschlachten und vieles mehr von ehrenamtlichen Jugendlichen im Alter von 15 bis 20 Jahren angeleitet und durchgeführt. Ziel ist es, Kindern, die nicht in die Ferien fahren können, ein unterhaltsames gemeinsames Freizeitangebot anbieten zu können. Denn Eltern haben nie so viel Urlaub, um die komplette Sommerferienzeit abdecken zu können.
Moderator Joachim Hausmann bedankte sich ausdrücklich bei den Sponsoren des Chores: Albert Esslinger-Kiefer (Pforzheimer Zeitung), der Sparkasse Pforzheim-Calw, Karl Scheufele (Chopard), dem Nudelspezialisten Jeremias, La Biosthetique und Edeka-Berger, ohne die solche Benefizkonzerte nicht möglich wären.
Pforzheimer Zeitung Region | Veröffentlicht am 01.12.2023 | Andrea Schlegel
Ispringens Kirchenchor singt seit 125 Jahren
- Das Ensemble hat sich zum Jubiläum selbst ein Konzert gegeben.
- Evangelische Kirche zu Ispringen bis zum letzten Platz besetzt.
Am Sonntag wurde die Feierstunde zum 125-jährigen Bestehen durch die Pfarrerin Diana Schwach mit den Worten eröffnet: "Heute Abend dürfen wir eintauchen in die Musik. Lieder können ungemein tröstlich auf unsere Seele einwirken. In der Musik erleben wir Mitgefühl, können das, was uns traurig macht, in sie eingeben. Unsere Feier steht im Namen Gottes, die uns wie eine Mutter tröstet". Bernd Philippsen spielte zum Auftakt der Feierlichkeit auf der großen Kirchenorgel, die aus der Werkstätte für Orgelbau Martin Vier stammt, eine von ihm selbst komponierte Improvisation, die den kompletten Innenraum der Kirche mit einer sakralen Atmosphäre füllte.
Philippsen hat 2015 die Leitung des Chores übernommen und im Dezember
2017 diesen zur ersten Aufführung geführt. Das erste Chorlied war "Selig sind
die Toten", Opus 368, ein Requiem von Brahms aus der Offenbahrung; ein langsam
gesungenes Stück. Der studierte Konzertcembalist, Komponist und Klavierpädagoge
Philippsen leitet derzeit vier Chöre und hat über 1400 Werke im Bereich der New
Classics selbst komponiert.
Sein Geheimrezept sei es, den typischen unsauberen und
unpräzisen Gesangvereinssound zu überwinden, indem er seinen Chor durch Töne
über den direkten Weg des Gehörs leite, erklärte Philippsen. Und das Ergebnis
konnte sich durchaus hören lassen. Das zweite Chorlied war "Aus tiefer Not
schrei ich zu Dir". Die Fantasie über den Chorus von Martin Luther stammt von
Philippsen selbst.
Mit dem dritten Chorlied wurde die neue Motette, ursprünglich aus dem 17. Jahrhundert, "Mit Ernst, o Menschenkinder", uraufgeführt. Sie stellt den adventlichen Aspekt der Buße in den Mittelpunkt.
Danach sang der Chor "Selig sind die Toten", Opus 413 und zum musikalischen Abschluss für den nach Hauseweg "Doch ich bin stets bei dir" aus dem Psalm 73 und der Musik von Philippsen. Die Chorlieder wurden jeweils musikalisch am Klavier von Philippsen begleitet. Der Chor besteht aus 20 Sängerinnen und Sängern in der Altersklasse von 50 bis 83 Jahren. Der mehrstimmige Chor hat pro Jahr etwa zehn Auftritte.
Pforzheimer Zeitung Ausgabe Mühlacker
Veröffentlicht am 21.11.2023 | Andrea Schlegel
Mühlacker Musiker entführen Publikum in bunte Welten
- Jahreskonzert sorgt für ausverkauften Uhlandbau am Samstag.
Nach einleitenden Worten des Moderators Stefan Bosch spielte zum Auftakt des heiteren Abends die Flötengruppe des Musikvereines Mühlacker unter der Leitung von Emilia Trojer gekonnt gut einstudierte Stücke wie "Oh, when the Saints" oder "Au clair de la lune".
Unter der Leitung der Dirigentin Kiara Kühl-Müller und dem Titel "I will follow him" stellte sich das Schülerorchester beim Jahreskonzert vor. Mit dem traditionellen afrikanischen Zulu Song "Siyahamba" von Luigi di Ghisallo und afrikanisch klingenden Trommeln zusammen mit den Bläsern wurde das Publikum gekonnt auf eine Klangreise unter die Affenbrotbäume Afrikas mitgenommen. Es folgten "Pirates of the Caribbean" und als Zugabe "We will rock you".Der Dirigent Lukas Bross startete die musikalische Reise mit seinem Jugendorchester und fünf Musikern an den Schlagwerken mit dem Marsch "A good start". Das Stück wurde mit humoristischen Klangelementen vorgetragen und vermittelte das Gefühl eines großartigen Anfangs. Mit dem melancholisch beginnenden Arrangement "The Lord of the Rings" mit Glockenspieleinlagen und vielfältigem Einsatz von Schlagwerken, wurde die Klangreise immer turbulenter vorgetragen. Mit pochendem Trommelwerk, ertönendem Schellenkranz, Trommelwirbel und geblasenen Tönen wurde das Publikum in die Mythologie der Welt der Hobbits gezogen. Die Spannung wurde bis zum Schluss gehalten. Schließlich wurde das begeisterte Publikum entführt in die Welt von "The Greatest Showman" mit den Stücken "The Greatest Show" und der Hymne "This is me". Die Hymne solle dazu ermutigen, stolz zu sein auf das, was uns einzigartig mache, fügte Bross an. Der "Voyacher-March" wurde als Zugabe gekonnt vorgetragen.
Pforzheimer Zeitung Region | Veröffentlicht am 06.11.2023 | Andrea Schlegel
Jubiläum mit Lebendigkeit und Freude
- In Niefern singt der PuSCH Chor zum eigenen 25-jährigen Bestehen.
- Die evangelische Marienkirche aus diesem Anlass proppenvoll.
Das 1475 fertiggestellte gotische Tonnengewölbe der evangelischen
Marienkirche in Niefern ließ die Singstimmen des Frauenchors am Samstag
wunderbar erklingen. Passend zum 25-Jährigen Bestehen von PuSCH. Chorleiterin,
Gesangs- und Klaviersolistin Timea Toth-Scharwächter, die in Rom klassische
Klaviermusik studierte, hat bereits neun Chöre neu aufgebaut und sieben
übernommen. Ihr Aufbaustudium in Popularmusik habe ihr viel für den Sound ihrer
Chöre gebracht, verrät sie. Getreu ihrem Motto "Musik braucht Begeisterung und
bringt Kraft, Lebendigkeit und Freude", führte Toth-Scharwächter ihre
Sängerinnen beschwingt und unterhaltsam durch den Abend.
Begleitet wurden die englischen Pop- und Swing-Titel gekonnt durch
den Schlagzeuger Oliver Pillich und Toth-Scharwächter selbst am Klavier. Den
Auftakt des Abends intonierte das Ensemble bewegend und einfühlsam ihre beiden
Premieren von "Shallow" und "Home" von Michael Bublé. Als Hommage an die im Mai
verstorbene Tina Turner wurde das Programm fortgesetzt mit "Proud Mary",
gefolgt vom etwas ruhigeren Titel "You´ll be in my Heart".
Einen der Höhepunkte des Abends sagte Anita Saffert an: "Mit der
Geburt beginnt das Erlebnis des Lebens. Es gibt dabei viel zu sehen, zu tun und
zu verstehen. Das Leben hier ist wie ein Wunder. Es ist zu Beginn alles neu,
alles endlos und weit. Doch die Sonne zieht ihren immerwährenden Kreis für Groß
und Klein bis in die Ewigkeit." Und Regina Adam führte weiter: "Und im ewigen
Kreis dreht sich unser Leben. Nach dem Gesetz der Natur". Das ist die
Geschichte hinter "Circle of Life". Mit diesem Titel, in dem zu Beginn
Gesangsstimmen Tiergeräusche aus der Savanne nachahmen, entführte der Chor das
Publikum in das Musical "König der Löwen", verbunden mit dem Gefühl der
unendlichen Weite der Natur.
Nach dieser bewegenden Gesangsdarbietung folgten "Fly with me",
"What a Wonderful World", "Hallelujah" und "Gospel Train" mit einer
stimmgewaltigen Soloeinlage von Toth-Scharwächter.
Anlässlich des Jubiläumsjahres wurde außerdem ein Projektchor mit insgesamt 30
Sängerinnen, auch aus anderen Ensembles, ins Leben gerufen, der ab der zweiten
Hälfte des unterhaltsamen Abends mit "Rock my Soul", "Heaven is a Wonderful
World" und "Oh Happy Day" mit der ausdrucksstarken Gospelstimme von
Toth-Scharwächter das ohnehin schon beschwingte Publikum weiter beeindruckte.
Die geforderte Zugabe war der charmant vorgetragene Song "Für Frauen kein
Problem".
Die Chorgemeinschaft Niefern singt in drei Chorgattungen, dem
gemischten Traditionschor mit 35 Sängerinnen und Sängern, dem Ensemble "6für4",
einem reinen Männerchor mit 15 Sängern und dem reinen Fauenchor PuSCH.
Pforzheimer Zeitung Region | Veröffentlicht am 30.10.2023 | Andrea Schlegel
Straubenhardt singt zum Jubiläum
- Gemeinde feiert ihr 50-jähriges Bestehen mit musikalischem Festakt.
- Debüt der vier Chöre aus Pfinzweiler, Feldrennach, Conweiler und Schwann.
Es war ein musikalischer Ohrenschmaus, fast 80 Sängerinnen und Sänger am Samstagabend in der Conweiler Festhalle zu erleben. Sabine Piétriga, Vorsitzende des Gesangvereins "Freundschaft" Conweiler, führte dabei als Moderatorin mit heiteren Anekdoten durch den Abend.
Der Liederkranz Feldrennach mit Chorleiterin Esther Rau am Klavier sorgte mit "Conquest of Paradise" (Vangelis) für den Auftakt auf der Bühne. Dem folgten "Ich glaube" (Udo Jürgens) und "Brüder" (PUR) mit Soli von Annemarie Benz, Martina Eißler und Inge Wildbrett. Beim Singen des Refrains "Stell dir vor, dass Brüder endlich Brüder sind", zeigte sich nicht nur der Chor, sondern auch das Publikum sichtlich bewegt.
"Frohsinn"-Chor in Aktion
Der Gesangverein "Frohsinn" Schwann trat mit Chorleiter Makitaro Arima und Reiko Emura am Klavier als nächstes in die vordere Reihe. Mit dem Lied "Top of the world" (The Carpenters) im Kanon kam die Stimmung in der Halle in Fahrt. Es folgten die Hits "Geboren um zu leben" (Unheilig) und "Solang´ man Träume noch leben kann" (Münchner Freiheit). Arima dirigierte diese Songs akzentuiert und mit vollem Körpereinsatz.
Das Rücken des Klaviers in die Bühnenmitte kündigte den Gesangverein "Freundschaft" Conweiler mit Chorleiter Bernd Philippsen an den Tasten an. "Schon 20 Jahre ist er bei uns Dirigent und seine Leidenschaft gehört der alten Musik", kündigte Sabine Piétriga Philippsen an. Der Chor rückte wiederum in die erste Reihe und begann mit den Liedern "You raise me up" (R. Loveland), gefolgt von "Music" (John Miles) und dem "Halleluja" (Leonard Cohen).
Der studierte Komponist und Dipl.-Musikpädagoge Philippsen erklärte: "Bei mir gibt es keine Begleitstimme, ich gebe jeder Einzelstimme ein eigenes melodisches Leben. So wird aus dem Feierabendspiel Kunst".
Der Gesangverein "Eintracht" wurde ebenfalls von der Moderatorin angekündigt. "Mit Chorleiterin Birgit Walch hat sich der Gesangverein Eintracht neu aufgestellt. Und es gibt nun auch wieder einen Kinderchor", informierte Sabine Piétriga. Mit Martin Wessinger am Klavier intonierte der Chor aus Pfinzweiler die Lieder "Ich wollte nie erwachsen sein" (Tabaluga) mit einem Solo von Nicole Hennefarth, sowie "Warum hast du nicht nein gesagt" (Roland Kaiser und Maite Kelly) und "Wellerman" (Nathan Evans).
Als der Song "Warum hast du nicht nein gesagt" angekündigt wurde, meinte Straubenhardts Bürgermeister Helge Viehweg: "Ich bedanke mich an dieser Stelle für das schöne Geschenk des gemeinsamen Singens zum Gemeindejubiläum und ich glaube, dass das Lied ganz anders gemeint ist".
Das jeweils dritte Gesangsstück eines jeden Chors wurde von allen Sängerinnen und Sängern gemeinsam vorgetragen. "Bei uns haben alle Chorleister dieses Fach studiert - das zeigt sich an den gesanglichen Ergebnissen", so Sabine Piétriga. Das gemeinsame Schlusslied "Auf uns" (Andreas Bourani) wurde von Makitaro Arima dirigiert und von Bernd Philippsen am Klavier begleitet. Nach viel Beifall aus dem Publikum fand der Abend mit der Zugabe "Wellerman" seinen Ausklang.
Pforzheimer Zeitung Region | Veröffentlicht am 25.10.2023 | Andrea Schlegel
Garant für ein musikalisches Erlebnis
- Jahreskonzert des Musikvereins Birkenfeld sorgte am Sonntag für ausgebuchte Sixthalle.
Nach einleitenden Grußworten des MV-Vorsitzenden Achim Oelschläger und durch den Dirigenten Dietmar Werner führte der Moderator und Querflötist Dirk Lüdecke durch das spannende Programm in der Sixthalle in Gräfenhausen. Mit dem angesagten "Königsmarsch" von Richard Strauss (1864 – 1949) erläuterte Lüdecke, dass damals Musiker oder Komponist nicht als Beruf angesehen wurde und forderte deshalb für Künstler eine Beteiligung an den Einnahmen der Aufführungen.
Der nächste Song "Can´t help falling in Love" wurde 1961 für den erfolgreichsten Film von Elvis Presley geschrieben, Blue Hawaii. Hier spielte Celin Klittich ein sehr stimmungsvolles Solo auf ihrem Saxophon.
In den Stücken "Ecstasy of Gold", "Once upon a Time in the West" and "My name is nobody" von Ennio Morricone spielten Sina Frank auf der Querflöte und Achim Oelschläger auf der Trompete ihre klangvollen Soli. Ihnen folgte ein Potpourri aus "The Cream of Clapton" (Eric Clapton). Im Medley Latin Gold spielten die Musiker rhythmisch gekonnt "Tequila"(Die Champs), "Oye Como Va" (Carlos Santana) und "La Bamba" (Ritchie Valens).
Als nächstes leitete Lüdecke den musikalischen Einsatz ein mit den erklärenden Worten: "Der Gefangenenchor ist Teil der Oper Nabucco von Giuseppe Verdi aus dem Jahr 1841. Die Oper hat einerseits das Streben des jüdischen Volkes nach Freiheit aus der babylonischen Gefangenschaft zum Thema. Andererseits steht die extreme Selbstüberschätzung des Titelhelden Nabucco im Zentrum. Der Chor der Hebräer beklagt das ferne Heimatland und ruft Gott um Hilfe an".
Beschwingt hatte das Orchester den Walzer "Sommernacht in Prag" von Jaromir Vejvoda gespielt.
Zum Ende des vergnüglichen musikalischen Nachmittags spielte das Orchester ein Medley aus der Romantik Deutschlands, in der die meisten dieser Volkslieder entstanden sind und das Leiden der Menschen als schön wahrgenommen wurde, erklärte Lüdecke. Die Titel dazu waren "Das Reisen ist des Müllers Lust", "Hoch auf dem gelben Wagen", "Zum Städtele hinaus", "Horch was kommt von draußen rein", "Wem Gott will rechte Gunst erweisen". Das Publikum war sichtlich begeistert von der unterhaltsamen musikalischen Darbietung wie auch von den erzählenden Handlungen zum jeweiligen Stück. Als Zugabe wurde der Zillertaler Hochzeitsmarsch gespielt.
Oelschläger gab bekannt, dass der Erlös des Nachmittags an das Jugendorchester des MV Birkenfeld ginge. Das Besondere am MV Birkenfeld, so die zweite Vorsitzende Katja Erdmann-Bott, sei das von Bürgermeister Martin Steiner entwickelte Konzept, dass Grundschüler (Friedrich-Silcher-Schule und Ludwig-Uhland-Schule) ein Instrument erlernen noch bevor sie in das Jugendorchester des Musikvereins wechseln können. Dabei finanziere die Gemeinde Birkenfeld die Instrumente und bezahle auch die Musiklehrer.
Pforzheimer Zeitung Ausgabe Nordschwarzwald
Veröffentlicht am 23.10.2023 | Andrea Schlegel
Ein Chor-Erlebnis der besonderen Art
- Ungerer Werkchor begeistert fast 500 Gäste in Engelsbrand.
- Musikalisches Potpourri um den Wein schafft viel gute Laune.
Unter dem Motto "Im Krug zum grünen Kranze" gab am Samstag der Ungerer Werkchor klassisches deutsches Liedgut in fröhlicher Weinlaune zum Besten.
Der Männerchor bestach durch seine klangliche Vielfalt an Stimmen, die sich unter der Leitung von Chorleiter Bernhard Kleile harmonisch zusammen fanden.
Chorsänger Joachim Hausmann begrüßte als unterhaltsamer Moderator alle Freunde des Chorgesangs, die Sponsoren sowie Bürgermeister Thomas Keller und eröffnete den bunten Abend mit den Worten: "Niemand ist alleine, wir vergessen die Sorgen".
Der stimmenvielfältige Chor eröffnete den musikalischen Abend mit den "Liedern Im Krug zum grünen Kranze", "Aus der Traube in die Tonne" und "Die Rose von Burgund". Rund und vollmundig, wie ein alter Wein, haben die drei stimmgewaltigen Solisten Peter Eberle (Tenor), Erwin Haller (Tenor) und Jürgen Scheerer (Bass) das Lied "Kleine Winzerin vom Rhein" vorgetragen. Den "Slowenischen Weinstrauß" prässentierten Eberle und Haller in einer beschwingten und blumigen Weise, die an einen Strauß von bunten Blüten erinnern lässt.
Salome Tendies – wie Chorleiter Bernhard Kleile in Engelsbrand zu Hause - begleitete die Wein- und Trinklieder am Flügel. Wolfgang Kusterer sang "Trinke Liebchen, trinke schnell". Freudig, beschwingt und stimmgewaltig in Höhen und Tiefen präsentierte der Chor den "Frohen Sängermarsch".
Es war einer der Höhepunkte des Abends, als Tenor Jürgen Misztl die Gäste aufforderte: "Wenn Dir das Glück lacht, so sei bereit". Italienisches Flair kam auf, als Gino Suraniti um
"Vergiss mein nicht" bat. Mit tiefem Bass und einem Glas tiefroten Wein in der Hand führte Jürgen Scheerer – begleitet von Salome Tendies am Klavier – in jenen tiefen Keller, in dem Weintrinker offenbar so gerne sitzen.
Beim Wein-Klassiker "Trink Brüderlein trink" war für das gut gelaunte Publikum der Moment gekommen, um schunkelnd und sangesfreudig in die Melodie einzustimmen.
Mit tosendem Beifall wurde der nächste Auftritt eingeleitet. Die Lieder "Bella Bimba"
mit Tenor- und Bassstimmen oder "Griechischer Wein" waren klanglich wunderschön, und bei "Chianti Wein" war die gute Laune in Bestform.
"Nehm´n Sie´n Alten" forderte Salome Tendies schließlich das Publikum auf und noch während das Lied "Ich trink den Wein nicht gern allein" den Ausklang signalisierte, antworteten die Zuschauer mit Standing Ovations. Mit dem "Chianti Wein" als Zugabe klang ein höchst unterhaltsamer Abend aus. Einmal mehr hatte der Unger-Werkchor – der größte Klangkörper in der Region – seinen Gästen große Freude gemacht.
Der Erlös der Veranstaltung geht an die Ortsranderholung im Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindehaus. Nächster Auftritt ist das Benefiz-Weihnachtskonzert in der Evangelischen Kirche in Birkenfeld am 10. Dezember.
Pforzheimer Zeitung Ausgabe Nordschwarzwald
Veröffentlicht am 10.10.2023 | Andrea Schlegel
Stimmungsgaranten sorgen für fulminanten Abend
- Großer Andrang beim diesjährigen Oktoberfest in Schömberg.
Vom Musikverein Schömberg (MV) ist das diesjährige Oktoberfest veranstaltet worden.
Es fand parallel zum verkaufsoffenen Sonntag statt, wodurch zahlreiche Leute in die Stadt gezogen wurden.
Helfer im Dauereinsatz
"Zum selbst Musikmachen haben wir gar keine Zeit, denn wir bieten in zwei Schichten den Service Bewirtung mit Getränken und Kulinarischem, Kaffee und Kuchen sowie den Barbetrieb an", erzählte die 2. Vorstandsvorsitzende Sandra Glaser.
Jürgen Misztl, Vorstandsvorsitzender des MV Schömberg, sagte, dass Schömberg ursprünglich kein eigenes Fest hatte, nur die verkaufsoffenen Sonntage im April und Oktober. Deshalb rief er das Oktoberfest bereits 2011 ins Leben. Das Hauptmotto von Misztl ist: "Musik machen macht Spaß und dann muss man auch die Feste so feiern wie sie fallen".
Und deshalb freue er sich, dass der Musikverein Hofweier anlässlich seines 100-jährigen Bestehens im kommenden Jahr den MV Schömberg gerade eben eingeladen habe. Misztl spielt Trompete, E-Gitarre und Konzertgitarre.
Der Vorstandsvorsitzende des MV Hofweier, David Lipps, der selbst Tenorhorn spielt, erzählte, dass er "vor sechs Jahren auf dem Oktoberfest in Schömberg Jens Dettinger – ebenfalls aus Schömberg - kennenlernte, der damals in Offenburg studierte und eine Kappelle fürs Trompete spielen unter der Woche suchte; der MV Hofweier bot ihm diese Gelegenheit.
Der Stimmungsgarant MC Music mit Michael und Claudia Vögele war ebenso mit von der Partie wie der Evangelische Posaunenchor Schömberg, die Trachtenkapelle Spielberg und der Musikverein Ersingen. Am Sonntag fand ein ökumenischer Gottesdienst mit Pfarrer Jonathan Schneider und Pastoralreferent Rupert Balle statt. Glaser reflektierte: "Es war ein fulminanter Abend mit richtig tollen Leuten und Hammerstimmung. Wir als Veranstalter sind echt überwältigt".
Nachwuchs gesucht
Um für Jugendliche attraktiv zu sein, werbe der MV Schömberg bereits um Schüler ab der dritten Schulklasse für eine eigene Bläserklasse.
Flöte könne bereits ab der ersten und zweiten Klasse erlernt werden. Da viele der jungen Leute in weiterführende Schulen wechseln, blieben während dieser Findungsphase verhältnismäßig wenige der Blasmusik treu. Unsere Jugendkapelle war beim vergangenen Kreismusikfest in Sigmaringen dabei, bei dem über 3500 Musiker mitspielten.
Pforzheimer Zeitung Ausgabe Nordschwarzwald
Veröffentlicht am 06.09.2023 | Andrea Schlegel
Verschollene Goll-Orgel überrascht mit meisterlichen Klängen
- Rarität in der Marienkirche Langenalb weiß zu begeistern.
Zum Auftakt ihrer Denkmalreise nach Langenalb begrüßte Staatssekretärin Andrea Lindlohr aus dem Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen am vergangenen Mittwoch die zahlreich erschienenen Liebhaber historischer Klänge und bedankte sich bei allen Ehrenamtlichen, die die Denkmalpflege überhaupt erst ermöglichen. "Dass die Goll-Orgel entdeckt wurde, gilt als Sensation", sagt Lindlohr.
Professor Ludger Lohmann, konzertierender Orgelvirtuose und Orgelpädagoge,
erklärte, dass Restaurierungen zwar kostspielig, aber lohnenswert seien. Etwa alle 20 Jahre müssten Orgelpfeifen für einem fünfstelligen Betrag vom Staub gereinigt werden. "Die größte Gefahr für Orgeln ist die Mode und die damit verbundene stilistische Veränderung. Manche Barockorgeln sind weggekommen und durch romantische Instrumente ersetzt worden", gab Lohmann zu bedenken. Im übrigen wäre die Sanierung der Multiplexorgel unwirtschaftlich gewesen.
Lohmann spielte eingangs an der Goll-Orgel ein Präludium in g-Moll von Brahms, am Schluss von Liszt ein Präludium und Fuge von Bach. Der Beifall nach diesen gloriosen Darbietungen war gewaltig.
Orgelbaumeister und Restaurator Wolfram Stützle erklärte, dass aufgrund der umfangreichen Renovierung der Marienkirche im Jahr 1974 die historische Goll-Orgel ausgebaut und für fast 50 Jahre nahezu vergessen auf dem Dachboden der Pfarrscheuer gelagert wurde. Aufgrund des Holzwurmbefalls und anderer Schäden, aber auch weil viele Orgelpfeifen fehlten, war die Restaurierung sehr arbeitsintensiv.
Die Orgel wurde einst vom Orgelbauer Christoph Ludwig Goll aus Bissingen an der Teck gebaut und im Jahr 1862 fertiggestellt.
Sandra König erzählte, dass für die Restaurierung und den Wiedereinbau der Orgel im Juni 2017 der Förderverein Orgelfreunde Marienkirche Langenalb gegründet wurde. Die Restaurierungskosten beliefen sich auf etwa 100 000 Euro. Vor allem wegen des veränderten Musikgeschmacks sei in der renovierten Marienkirche stattdessen die Multiplex-Orgel in den Dienst genommen worden.
Im Januar 2019 ist die Goll-Orgel zur "Orgel des Monats" gekürt worden.
Als Pfarrer Daniel Dettling 2016 seine Amtszeit begann und mit seiner Familie das Pfarrhaus in Langenalb bezog, entdeckte er Holzteile auf dem Dachboden, die er zunächst nicht einordnen konnte. Erst die Beiziehung des Orgelsachverständigen der Evangelischen Landeskirche Baden, Martin Kares, stellte fest, dass es sich bei den Holzteilen um fast die komplette Goll-Orgel handelte. Damals solle der Pfarrer vom "Phänomen des kollektiven Vergessens" gesprochen haben.
Pforzheimer Zeitung | Veröffentlicht am 03.04.2023 | Andrea Schlegel
FEUERWEHR-Spielmannsring fehlt der Nachwuchs
- Kreisweite Institution trifft sich zu Versammlung in Ispringen.
- Erstmals weniger als 150 Musikerinnen und Musiker aktiv
Mit dem Liebesboten Marsch des Spielmannszugs Ispringen hat der
Kreisstabführer und Leiter des Spielmannsringes Enzkreis, Michael Kautz, die
Hauptversammlung am Samstag eröffnet. "Im Mittelalter haben die Kameraden mit
dem Signalhorn auf Gefahren aufmerksam gemacht, was heute durch den Digitalfunk
ersetzt wird", sagte Bürgermeister Thomas Zeilmeier in seinem
Grußwort.
Dieses Jahr feiere der Spielmannszug Ispringen mit derzeit 17
Musikerinnen und Musikern sein 70-jähriges Bestehen. Zeilmeier wünschte sich,
dass das gemeinsame Musizieren auf mehr Interesse bei Jugendlichen stoße.
Musik berührt
"In dem Moment, wo ein Musikstück kommt, berührt das einfach", sagte der Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Enzkreis, Markus Haberstroh, und hoffte, "noch viele Jahre über Kreisgrenzen hinaus miteinander musizieren zu können".
Uwe Ott, Bezirksstabführer der Feuerwehrmusik im Regierungsbezirk Karlsruhe, ist über den Arbeitskreis Musik Ansprechpartner für alle Spielmannszüge und vertritt die Belange der Feuerwehrmusik im Landesfeuerwehrverband BW nach innen und außen. Er hatte eine Nachricht zu überbringen, die nachdenklich stimmte: 2023 sei das erste Jahr, in dem der Spielmannsring Enzkreis weniger als 150 Musikerinnen und Musiker zähle.
"Nach drei Jahren Corona-Einschränkungen können wir uns heute wieder in persönlich-kameradschaftlicher Runde austauschen", hob Michael Kautz hervor. Keine WhatsApp-Gruppe oder Online-Veranstaltung könne dies ersetzen. 2022 hatten die den Feuerwehren angegliederten Musikzüge 27 musikalische Auftritte sowie 138 Übungsstunden absolviert. "Wie können die Musikzüge am Leben erhalten, die Musikerinnen und Musiker zu Probenteilnahmen motiviert oder die Auftrittsfähigkeit erhalten bleiben?" - dies seien laut Kautz die aktuellen Fragestellungen.
Ausbildung kostenfrei
Für die Nachwuchssuche gibt es unterschiedliche Angebote. Eigene Ausbilder der Spielmannszüge unterrichten Blechblasinstrumente wie Trompete oder Fanfare, Spielmannsflöten, Lyra sowie Trommeln. Mit oder ohne Feuerwehrgrundausbildung kann man sich am Instrument ausbilden lassen - oder der Interessent tritt regulär in die Freiwillige Feuerwehr ein und leistet auch aktive Dienste, wobei die Musikausbildung dann nebenbei liefe.
Die Instrumentalausbildung sowie Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule sind kostenfrei. Unverbindliche Probenbesuche zum Schnuppern sind jederzeit möglich. Infos per Mail an Spielmannszug@FFW-Ispringen.de
Pforzheimer Zeitung | Veröffentlicht am 28.11.2022 | Andrea Schlegel
Griechisches Flair verzaubert Nacht in der Villa Kling
Griechische Nacht in der Villa Kling in Straubenhardt mit dem Kostas Antoniadis Ensembles
Mit wahrhaft griechischem Flair verzaubern die beiden Vollblutmusiker Kostas Antoniadis und Clemens Heck am Freitag zum ersten Mal nach der Corona-Pause ihr Publikum. Seit über acht Jahren tritt das Duo regelmäßig mit traditionellen Stücken von Mikis Theodorakis, Stavros Xarchakos, Vasilis Tsitsanis sowie auch eigenen Kompositionen zusammen auf. Die Villa Kling bietet den idealen Ort für die stimmungsvollen griechischen Klänge, die an Urlaube mit untergehender Sonne erinnern bei Wein und traditionellen Speisen, die auch in der Pause gereicht werden. Das Publikum im ausverkauften Haus ist begeistert und möchte die Stimmung mit dort zu erstehenden CDs auch nach Hause transportieren.
Der gebürtige Grieche Kostas Antoniadis, Sänger und Bouzouki Spieler, lernt mit zehn Jahren Mandoline und mit fünfzehn Jahren Bouzouki spielen und hat sich zum Musiklehrer ausbilden lassen. Der Berufsmusiker und Virtuose auf der Bouzouki beherrscht alle Stilrichtungen der griechischen Volksmusik. Insbesondere liegt ihm der Rembetiko, auch als griechischer Blues bezeichnet, besonders am Herzen, weil die Texte, ähnlich wie im Blues, vom Alltag der einfachen Leute erzählen. Der Rembetiko entstand aus der Verbindung der griechischen Volksmusik mit der osmanischen Tradition zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Antoniadis spielte mit der Gruppe Orfeo Greco, bevor er sein jetziges Ensemble gründete.
Clemens Heck, Sänger und Gitarrist, musiziert seit seinem neunten Lebensjahr Gitarre. In seiner aktiven Pfadfinderzeit war die Gitarre sein steter Begleiter. Er spielte bereits in verschiedenen Bands vor allem Rock und Blues auf der Takamine Guitar oder der Framus Texan Guitar. Über Antoniadis und Reisen nach Griechenland entdeckte er vor über acht Jahren seine Liebe zur griechischen Musik.
Pforzheimer Zeitung | Veröffentlicht am 04.10.2022 | Andrea Schlegel
Party-Trio sorgt in Ispringen für volle Tanzfläche
- Heiße Schlagernacht in der vierten Auflage mit MC Music und DJ Don Jogi.
Das Duo MC Music mit Michael und Claudia Vögele sorgte mit zahlreichen Stücken bekannter Interpreten zum Auftakt für eine ausgelassene Stimmung bei der Schlagerparty des TV Ispringen. Das Duo MC Music, das ursprünglich aus der Faschingsscene aus Ersingen kommt, präsentiert seit über 22 Jahren vor allem Tanzmusik vom Feinsten. Als semiprofessionelles Hobby mit zwölf Auftritten pro Jahr, hänge ihr Herz vor allem am Schlager, so Claudia Vögele. Ihr Repertoire sei jedoch breit gefächert.
Für jede Altersgruppe sei etwas dabei – ganz nach dem Motto: "Hits. Forever. Young."
Stimmungsgarant legt los
Im Anschluss heizte DJ Don Jogi mit klassischen Schlagern
seinen Partygästen ein und brachte die Halle zum Glühen. Seit mehr als vier Jahrzehnten sorgt DJ Don Jogi als Party-Entertainer und Stimmungsgarant
europaweit für ausverkaufte Zelte, Hallen und Open Airs, unter anderem beim Schlagermove Hamburg.
Begonnen hat der Partymacher und Partysänger noch vor seinem Stimmbruch als Sopran in Aufführungen wie Parsifal und Carmen im Chor der Staatsoper Karlsruhe.
Abwechselnd pushten MC Music und DJ Don Jogi mit immer lauter vibrierenden Bässen die ohnehin schon ausgelassene Stimmung auf der Tanzfläche, die immer voller wurde, weiter hoch.
Veranstaltung ausverkauft
Die Sport- und Festhalle wurde 2021 von konventioneller Innenbeleuchtung auf Leuchten mit hocheffizienter LED-Technik umgerüstet, wodurch sich der Stromverbrauch um rund 70 Prozent reduziere. Auch hinsichtlich der Größe ist sie die ideale Location für diese Tanzveranstaltung, die auch diesmal ausverkauft war. Der Turnverein Ispringen sei ein Mehrspartenverein, der sich über Mitgliedsbeiträge und diverse Events, wie beispielsweise Schlagerpartys, Boule-Turniere oder das Sommerfest finanziere, so der Vorstand Walter Kälber. Der Verein sei gut aufgestellt und habe weniger Austritte als Neuzugänge, was den guten Übungsleitern zu verdanken sei.
Pforzheimer Zeitung | Veröffentlicht am 24.10.2022 | Andrea Schlegel
Musikverein und Tanzhatelier reißen Publikum von Stühlen
- Jubilläumskonzert unter dem Motto "Schwofen, Vespern, Schwätzen" unterhält Publikum im Pallottisaal.
Mit den Stücken "Musik ist Trumpf" und "Über sieben Brücken" hat am Samstag der Musikverein Steinegg seinen Jubiläumsabend "50+1" eröffnet.
Mit "My Way", "Moonlight Serenade" und vielen weiteren bekannten Liedern führte das Orchester unter Leitung von Dirigent Tilo Schneider stimmungs- und schwungvoll durch den Abend.
Das musikalische Stelldichein wechselte sich ab mit den Showeinlagen zum Mitmachen von Sandra Kaufmann, die das "Tanzatelier Sasti" in Schellbronn betreibt. Die Tanzpädagogin leitete das begeisterte und tanzfreudige Publikum für den Irischen Céilí mit den Kommandos: "Vorwärts, zwei, drei, vier; umdrehen, rückwärts, zwei, drei vier" und "zueinander, auseinander, vornerum; zueinander, auseinander, untendurch - und zum nächsten Herrn", an.
Tanz und Unterhaltung- für jeden Gast war etwas dabei. Die Idee, beides miteinander zu kombinieren, entstand in 2019, als der Kleintierzuchtverein sein Jubiläum feierte, das Orchester spielte und das Publikum spontan anfing zu tanzen. Diese Variante der Unterhaltung wolle der Verein unbedingt beibehalten und weiterentwickeln, um dem Publikum einen Mehrwert zu bieten. Bis kurz vor Mitternacht tanzten die begeisterten Gäste zur Musik. Ein unvergesslicher Abend für alle Akteure, der in die Wiederholung gehen könnte.
Auch am Programm des musikalisch-literarischen Nachmittags, wie er 2019 in der Baumschule Erhardt stattfand, will der MV Steinegg festhalten. Unter dem Titel "Mord im Glashaus" wechselten sich Lesungen aus einem Kriminalroman mit Orchestereinlagen ab. Das Format will man nun nach der coronabedingten Zwangspause wieder aufleben lassen.
Ein Paradebeispiel
Der Musikverein könne in allen Registern Verstärkung vertragen, vor allem an Schlagzeug, Trompete und Tiefblech wie Tuba, Posaune und Horn. Man tut einiges, um Mitglieder zu gewinnen. Laut Vorstand Tilo Köppe sei das Bläserklassenkonzept Ü30 einzigartig in der Region. Dabei wird die Instrumentalausbildung am Instrument zeitgleich mit Spielen im Orchester unterrichtet und das Aufeinanderhören von Anfang an geschult. So werde die Orchesterreife schneller erreicht. Mit diesem Konzept habe der Verein bereits sechs Musikerinnen und Musiker gewinnen können. Der dritte Durchgang des Konzepts Ü30 sei in Planung und könne bei entsprechender Nachfrage sofort starten.
Veröffentlicht: 04.04.2022 | Pforzheimer Zeitung | Andrea Schlegel
Nachwuchs bekommt viel Beifall
■ Die Jugendkapelle des Musikvereins Unterreichenbach startet in die neue Spielsaison.
UNTERREICHENBACH. Nach der langen, musikalisch entbehrungsreichen Pandemiezeit stellen die Jungmusikerinnen und Jungmusiker am Sonntag mit einem Melodienreigen aus Klassik, Swing, Rock und Volksmusik ihr Können unter Beweis. Im Stuhlkonzert in der Tannberghalle ist nahezu jeder Platz belegt, der Eintritt ist frei. Moderiert wird der musikalische Nachmittag von der Jugendleiterin Sabine Siaud, dirigiert von Michael Werner. Nach einem Begrüßungsvorwort von Bürgermeister Carsten Lachenauer beginnt die Jugendkapelle mit "Highlights from Carmen". Stücke von Andrew Lloyd Webber in concert oder Mozart Mix lassen erahnen, welche Mühen beim Einstudieren der Musikstücke hinter den Jungmusikern liegen müssen. Ein begeisterter Applaus ist der Dank. Im Anschluss daran haben die Besucher die Möglichkeit, sich auf dem Ostermarkt mit Bastelsachen, Tischdeko, Blumengestecken oder Ostergeschenken einzudecken. Der Erlös ist für die Jugendarbeit des Vereins vorgesehen. Ausflüge, Freizeiten und musikalische Lehrgänge, wie etwa D-Kurse, werden angeboten und damit finanziell unterstützt. In der Jugendkapelle sind derzeit 16 Aktive im Alter von 10 bis 16 Jahren, die bei Konzerten von Älteren aus dem Hauptverein unterstützt werden. Es gibt etwa 18 Anfänger in den Bereichen Blasinstrumente, Blockflöte und Schlagzeug. Blockflöte kann bereits ab sechs Jahren erlernt werden. Weitere zu erlernende Instrumente sind Querflöte, Klarinette, Saxofon, Tenorhorn, Trompete, Waldhorn, Posaune, Tuba, E-Bass und Schlagzeug. Die Jungmusikerinnen und Jungmusiker treffen sich einmal wöchentlich mittwochs zur Probe. Außerdem wird einmal pro Woche ein Instrumentalunterricht angeboten. Bis auf Weiteres gibt es ein Frühlingskonzert und ein Vorspiel an Weihnachten. Den Kindern und Jugendlichen möchten wir "Spaß an der Musik vermitteln und weiterführende Instrumente vorstellen", so Siaud. as
Veröffentlicht: 18.07.2021 | PZ Pforzheim | Andrea Schlegel
Temporeiche Gitarrenklänge vor alten Weinfässern bei Konzert in
Ellmendinger Kelter
Keltern-Ellmendingen. Mit der Begrüßung und einführenden Worten des Vorstandes Rudi Armbruster wurde die 39. Konzertsaison in der Alten Kelter eröffnet. Gypsy Swing vom Feinsten präsentierten Joscho Stephan auf seiner Gitarre, Günter Stephan auf der Rhythmusgitarre, und Volker Kamp am Kontrabass. Die Alte Kelter aus dem 18. Jahrhundert mit ihrem historischen Gebälk eignete sich hervorragend für die 85 Gäste. Für das leibliche Wohl mit örtlichen Weinen war gesorgt und die Hygienevorschriften konnten auch dank der guten Durchlüftung eingehalten werden.
Mit rhythmischem Gespür, atemberaubender Solotechnik und Stücken wie "Minor Blues", "Algeric", "Ballade pour Django", "San Vincenzo" oder "Papillon" hat der Ausnahmegitarrist sein Publikum begeistert. Immer wieder gab es Zwischenapplaus, was das Trio noch mehr anregte, die Spielgeschwindigkeit zu steigern. Die Zeit, in der man nicht auftreten durfte, nutzte Joscho Stephan, "um neue Projekte zu suchen und habe mir als großer Beatles Fan meinen Traum erfüllt." Die Platte mit dem Namen "Get back … to the Beatles", sei daraus geworden, so der Musiker.
Stephan ist sicherlich einer der begabtesten und wichtigsten Vertreter des legendären Django-Reinhardt-Stils. Er beherrscht alle Techniken und alle Stile. Einzigartig ist auch, dass er den Gypsy Swing mit Latin, Klassik und Pop verbindet und so Neues schafft. Bereits im Alter von sechs Jahren war für ihn klar, dass er Musiker werden wollte und hat dann an einer Musikschule klassische Gitarre gelernt. "Meine grundsätzlich positive Lebenseinstellung spiegelt sich in der Django Musik wieder, es ist aber auch ein Stück Melancholie dabei. Ich möchte mit Musik unterhalten, genauso aber mit Qualität ein Laienpublikum ansprechen". Im Jahr 2013 hat Stephan die Gypsy Guitar Academy gegründet. Verfügbar sind über 100 Online-Übungseinheiten.Veröffentlicht: 05.12.2017 | PZ Pforzheim | Andrea Schlegel
Junge Sänger entzünden "Goldnes Licht"
- Traditionelles Konzert aller Singschulgruppen in der Stadtkirche stimmt auf den Advent ein
Im stimmungsvollen Halbdunkel der gut besuchten evangelischen Stadtkirche Pforzheim hat Kirchenmusikdirektorin Heike Hastedt am Sonntag die diesjährige Adventszeit eröffnet. Dort fand das traditionelle Konzert aller Singschulgruppen unter dem Titel "Goldnes Licht" statt.
Auf dem Programm standen neue und traditionelle Weihnachtslieder für Klein und Groß. Die "Chorgruppen der "Evangelischen Singschule" und die "Jugendkantorei", begleitet vom "Pforzheimer Bläserensemble" unter der Leitung von Christian Künzler und vom "Bachorchester Pforzheim" unter der Leitung des Landeskirchenmusikdirektors Kord Michaelis präsentierten weihnachtliche Chorgesänge. Mit dabei waren erstmals auch die Kinder des Unterstufenchores des Hebel-Gymnasiums. Seit Beginn des Jahres entwickelt das Stadtkirchenkantorat eine Kooperation zwischen Singschule und dem Unterstufenbereich der Schule, die an verschiedenen Stellen auch in der Stadtkirche zum Klingen kommt. Beim Nachmittag in der Stadtkirche wurden die Kirchenbesucher von Heike Hastedt immer wieder zum Mitsingen eingeladen und erlebten eine Einstimmung auf die Adventszeit.